Ravenea glauca:

Ravenea glauca – Die Blaue Majestätspalme

Ravenea glauca

Die Blue Majesty Palme – Madagaskars Erfolgsgeschichte im Anbau
✅ ANBAUERFOLG - Weltweit weit verbreitet
10-20m Blue-gray foliage
Weltweit
Verteilung
-4°C
Kältetoleranz
4-12 Wochen
Keimung
Zone 9b+
Widerstandsfähigkeit

1. Einleitung

Lebensraum und Verbreitung

Ravenea glauca ist im zentralen Hochland und in den südzentralen Regionen Madagaskars endemisch, hauptsächlich in den Provinzen Fianarantsoa und Toliara. Diese charakteristische Palme bewohnt offene Wälder, Grasland und Galeriewälder entlang von Wasserläufen in 600–1.800 Metern Höhe, mit optimalen Populationsdichten in 800–1.400 Metern Höhe. Anders als ihre Verwandten im Regenwald hat sich R. glauca an Madagaskars trockeneres Hochland im Landesinneren angepasst und verträgt saisonale Dürren und kühlere Temperaturen. Die Art wächst häufig an Hängen, Felsvorsprüngen und entlang saisonaler Bäche in lateritischen Böden. Sie kommt häufig in degradierten Habitaten und Sekundärvegetation vor und zeigt eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen.

Heimatkontinent

Madagaskar – Zentrales Hochland – Die Art ist eines der trockenheits- und kältetolerantesten Mitglieder der Gattung Ravenea und besetzt eine einzigartige ökologische Nische im Grasland-Wald-Mosaik im Landesinneren Madagaskars.
100 km Central Madagascar R. glauca habitat 600-1800m elevation Highland plateau Gallery forests

Wissenschaftliche Klassifikation

Königreich: Plantae
Klade: Tracheophyten
Klade: Angiospermen
Klade: Monokotyledonen
Klade: Commeliniden
Ordnung: Arecales
Familie: Arecaceae (Palmae)
Unterfamilie: Arecoideae
Stamm: Areceae
Untertribus: Dypsidinae
Gattung: Ravenea
Art: R. glauca
Binomialname: Ravenea glauca Jum. & H.Perrier
Beschrieben: 1913 von Jumelle und Perrier de la Bâthie

Synonyme

  • Ravenea madagascariensis var. glauca (Jum. & H.Perrier) Beentje (heterotypisches Synonym)
  • In der älteren Literatur manchmal fälschlicherweise als R. xerophila aufgeführt
  • Gelegentlich wird es mit blaublättrigen Formen von R. rivularis verwechselt

Gebräuchliche Namen

  • Englisch: Blue Majesty Palme, Glaucous Ravenea, Silver Majesty Palme
  • Französisch: Palmier bleu de Madagascar, Ravenea glauque
  • Madagassisch: Bakaly, Satra-be (regionale Variationen)
  • Gartenhandel: Blaublättrige Majesty-Palme, Madagaskar-Blaupalme

Globale Expansion

Ravenea glauca hat aufgrund ihres unverwechselbaren Aussehens und ihrer überlegenen Winterhärte eine mäßige internationale Verbreitung erreicht:

Global Cultivation SUCCESS North America WIDELY CULTIVATED Mediterranean Popular Australia Widespread S. America Growing Africa Native + Cultivated Middle East Emerging Native habitat Widely cultivated Growing popularity CULTIVATION SUCCESS WORLDWIDE!
  • Vereinigte Staaten: Weit verbreiteter Anbau in Kalifornien, Arizona, Florida und Südtexas
  • Mittelmeerraum: Spanien, Italien, Südfrankreich, Griechenland
  • Australien: Weit verbreitet in subtropischen Regionen, insbesondere Queensland und New South Wales
  • Südafrika: Beliebt in den Provinzen Gauteng und Westkap
  • Naher Osten: Anbau in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien
  • Südamerika: Wachsende Popularität in Argentinien, Chile und Südbrasilien

Die Ausbreitung der Art wurde durch ihre Trockenheitstoleranz, Kälteresistenz und ihr auffälliges blaugraues Laub vorangetrieben, was sie für die xerophytische Landschaftsgestaltung und den nachhaltigen Gartenbau wertvoll macht.

2. Biologie und Physiologie

Morphologie

Ravenea glauca - Distinctive Features 1.7m Human 10-20m R. glauca Blue-gray (glaucous) Swollen base Ring scars Typical palm (green leaves)

Stamm/Stiel

Ravenea glauca entwickelt einen solitären, robusten Stamm, der eine Höhe von 10–20 Metern erreicht, unter optimalen Bedingungen gelegentlich bis zu 25 Meter. Der Stammdurchmesser beträgt 20–35 cm, mit einer charakteristischen, geschwollenen Basis von bis zu 45 cm bei ausgewachsenen Exemplaren. Die Farbe des Stammes ist grau bis graubraun und weist markante, eng beieinander liegende Ringnarben abgefallener Blätter auf. Ein einzigartiges Merkmal ist der anhaltende weiß-graue Wachsüberzug auf jüngeren Stammabschnitten. Der Stamm weist oft eine leichte Flaschenform auf, die besonders in trockeneren Habitaten ausgeprägt ist. Im Gegensatz zu vielen Ravenea-Arten behält R. glauca von Natur aus einen sauberen Stamm und wirft die Blätter an der Basis sauber ab.

Blätter

Die Krone besteht aus 16–24 gefiederten Blättern, die ein charakteristisches kugelförmiges bis leicht ausladendes Blätterdach bilden. Die einzelnen Blätter sind 2,5–4 Meter lang und haben eine charakteristische blaugraue bis silberblaue Farbe (daher „glauca“). Jedes Blatt trägt 80–120 Paare von Blättchen, die in einer Ebene angeordnet sind, was der Pflanze ein formelles Aussehen verleiht. Die Blättchen sind 35–50 cm lang und 2–3 cm breit und mit einer auffälligen wachsartigen Schicht überzogen, die ihr das charakteristische blaugrüne Aussehen verleiht. Der Blattstiel ist 60–100 cm lang und in jungen Jahren ebenfalls mit weißem Wachs überzogen, das mit zunehmendem Alter graugrün wird. Das Aussehen des Kronenschafts ist weniger ausgeprägt als bei anderen Ravenea-Arten.

Blumensysteme

Die Art ist zweihäusig, d. h. sie benötigt getrennte männliche und weibliche Pflanzen zur Samenproduktion. Die Blütenstände sind unterblättrig und wachsen unterhalb der Krone aus dem Stamm. Sie sind 100–150 cm lang. Die Verzweigung erfolgt in drei Ordnungen, wodurch dichte Rispen entstehen. Männliche Blüten sind gelblich-weiß mit 6–9 Staubblättern, während weibliche Blüten grünlich sind und einen dreifruchtigen Fruchtknoten haben. Die Blüte beginnt typischerweise 8–12 Jahre nach der Samenbildung, wenn der Stamm eine Höhe von etwa 2–3 Metern erreicht hat. Die Blütezeit ist im späten Frühjahr bis Frühsommer am höchsten, in Kulturen ist eine Nachblüte möglich.

Lebenszyklus

Life Cycle - Fast Growing Palm 0 2 8 12 50 150 Germination 0-3 months RAPID! Seedling 3 months-2 years Blue color develops Juvenile 2-8 years Trunk formation Reproductive 12+ years Regular flowering Longevity 100-150 years estimated
  • Keimphase (0-3 Monate): Relativ schnelle Keimung
  • Keimlingsphase (3 Monate – 2 Jahre): Etablierung des blaugrünen Charakters
  • Jugendphase (2-8 Jahre): Rumpfbildung und -entwicklung
  • Subadulte Phase (8-12 Jahre): Schnelles vertikales Wachstum
  • Adulte Fortpflanzungsphase (12+ Jahre): Regelmäßige Blüte und Fruchtbildung
  • Lebensdauer: Geschätzte 100-150 Jahre basierend auf Wachstumsraten

Klimaanpassungen

Temperature 40°C 28°C 18°C 0°C 0-40°C Wide tolerance!
Drought HIGH Deep taproot Drought tolerant Once established
Cold Hardiness -4°C Survives briefly Cold hardy Zone 9b+
  • Temperaturbereich: Verträgt 0-40°C, optimal bei 18-28°C
  • Anpassung an Trockenheit: Tiefe Pfahlwurzel, wachsartige Kutikula, Stomatakontrolle
  • Kälteanpassung: Frostschutzmittel, Blattwinkelverstellung
  • Feueranpassung: Dicke Stammrinde, geschützter Wachstumspunkt
  • Windbeständigkeit: Flexibler Stamm und Blätter, starkes Wurzelsystem

3. Reproduktion und Vermehrung

Samenvermehrung

Samenmorphologie und -diversität

Die Samen sind breit ellipsoid bis nahezu kugelförmig und 15–20 mm lang und 12–16 mm breit. Das Endosperm ist homogen, extrem hart und elfenbeinweiß. Die Samen enthalten Reste dünner, papierartiger Mesokarpfasern. Das durchschnittliche Samengewicht beträgt 2,0–3,5 Gramm und ist damit größer als bei den meisten Ravenea-Arten. Es gibt geografische Unterschiede: Hochlandpopulationen produzieren größere Samen als Tieflandformen. Der Embryo ist seitlich und proportional klein.

Samensammlung und Keimfähigkeitsprüfung

AUSGEZEICHNETE Samenlebensfähigkeit: Anders als die vorherigen anspruchsvollen Arten behält R. glauca eine ausgezeichnete Samenlebensfähigkeit und zeigt eine zuverlässige Keimung.
  • Lebensfähigkeit frischer Samen: 90–95 %, nach 6 Monaten Lagerung noch 60–70 %
  • Schwimmtest: 85 % Genauigkeit für frische Samen
  • Schnitttest: Steinhartes weißes Endosperm unerlässlich
  • Keimtest: Zuverlässigste Methode

Behandlungen vor der Keimung

Mehrere wirksame Methoden:
Skarifizierung:
  • Mechanisch: Durch die harte Samenschale feilen
  • Säure-Skarifizierung: 20 Minuten in Schwefelsäure (vorsichtige Handhabung erforderlich)
  • Knacken: Samenschale vorsichtig mit Schraubstock oder Hammer knacken
Wärmebehandlungen:
  • Trockene Hitze: 40°C für 7 Tage
  • Heißes Wasser: Gießen Sie kochendes Wasser, lassen Sie es 48 Stunden einweichen, während es abkühlt
  • Temperaturwechsel: Täglich abwechselnd 15°C/35°C

Schritt-für-Schritt-Keimungstechniken

  1. Saatvorbereitung: Sämtliches Fruchtmaterial restlos entfernen
  2. Skarifizierung: Methode je nach Saatgutmenge wählen
  3. Einweichen: 72–96 Stunden in warmem Wasser (30 °C)
  4. Medium: 40 % grober Sand, 30 % Perlite, 20 % Torf, 10 % Vermiculit
  5. Behälter: Tiefe Töpfe (20 cm+) oder Saatschalen
  6. Aussaat: 3 cm tief pflanzen, senkrechte Ausrichtung
  7. Temperatur: 25-35°C optimal, verträgt 20-40°C
  8. Luftfeuchtigkeit: 70–80 %, verträgt auch niedrigere
  9. Licht: Helles Licht von Vorteil, direkte Sonne akzeptabel
  10. Pflege: Feucht halten, aber nicht durchnässt

Keimungsschwierigkeit: Leicht bis mittel

Die größte Herausforderung besteht darin, die Keimruhe der Samen zu unterbrechen. Sobald die Keimung eingeleitet ist, ist sie zuverlässig!

Keimzeit

10-20m Blue-gray foliage
  • Bereich: typischerweise 4–12 Wochen
  • Durchschnittlich: 6-8 Wochen mit Vorbehandlung
  • Ohne Behandlung: 3–12 Monate

Sämlingspflege und frühe Entwicklung

  • Monat 1: Etablierung in hellem Licht
  • Monate 2-3: Beginnen Sie mit der Düngung, 1/4 Stärke wöchentlich
  • Monate 4–6: Erhöhen Sie die Sonneneinstrahlung schrittweise
  • Monate 7-12: Volle Sonne akzeptabel, regelmäßige Düngung
  • Jahr 2: Umpflanzen ins Freiland oder in größere Behälter

Fortgeschrittene Keimungstechniken

Hormonelle Behandlungen

  • GA3: 1000 ppm für 48 Stunden verbessert die Keimung deutlich
  • Ethylen: Ethephon-Behandlung unterbricht Ruhephase
  • Kombination: GA3 + Skarifizierung zeigt beste Ergebnisse
  • Natürliche Stimulanzien: Kokoswasserbad wohltuend

4. Anbauanforderungen

Lichtanforderungen

Artspezifische Lichttoleranz

100 km Central Madagascar R. glauca habitat 600-1800m elevation Highland plateau Gallery forests
  • Sämlinge: 50 % Schatten bis volle Sonne (5.000–100.000 Lux)
  • Jungtiere: 30 % Schatten bis volle Sonne bevorzugt
  • Erwachsene: Volle Sonne optimal für die beste Blaufärbung
  • Die Schattentoleranz nimmt mit dem Alter ab

Saisonales Lichtmanagement

  • Maximale Sonneneinstrahlung verbessert die glaucouse Beschichtung
  • Verträgt Schatten, verliert aber seine charakteristische Färbung
  • In den meisten Klimazonen ist keine saisonale Anpassung erforderlich

Künstliche Beleuchtung für den Indoor-Anbau

  • Hohe Intensität erforderlich: 300-400 μmol/m²/s
  • Metallhalogenid oder LED für blaues Spektrum
  • 14–16 Stunden Photoperiode optimal

Temperatur- und Feuchtigkeitsmanagement

Optimale Temperaturbereiche

  • Ideale Tagestemperatur: 20–30 °C (68–86 °F)
  • Nachttoleranz: 5–20 °C (41–68 °F)
  • Maximale Überlebenstemperatur: 45 °C bei ausreichend Wasser
  • Mindestüberlebenszeit: -2 °C für kurze Zeit

Kältetoleranz und Winterhärte

AUSGEZEICHNETE Kältetoleranz:
  • Winterhärtezone: USDA 9b-12 (mindestens 25 °F/-4 °C kurzzeitig)
  • Frosttoleranz: Leichter Frost wird nach der Etablierung vertragen
  • Kälteschäden: Tritt unter -2°C auf, Erholung häufig

Feuchtigkeitsanforderungen

  • Toleranzbereich: 30-80% (sehr anpassungsfähig)
  • Optimal: 50–70 %
  • Anpassung an Dürre: Überlebt 20 % Luftfeuchtigkeit

Boden und Ernährung

Ideale Bodenzusammensetzung

Global Cultivation SUCCESS North America WIDELY CULTIVATED Mediterranean Popular Australia Widespread S. America Growing Africa Native + Cultivated Middle East Emerging Native habitat Widely cultivated Growing popularity CULTIVATION SUCCESS WORLDWIDE!
  • Anpassbare Mischung: 40 % sandiger Lehm, 30 % Kompost, 20 % Perlite, 10 % Kies
  • pH-Bereich: 6,0–8,0 (ungewöhnliche alkalische Toleranz)
  • Drainage: Gute Drainage unerlässlich
  • Heimischer Boden: Passt sich an karge, steinige Böden an

Nährstoffbedarf

  • Junge Pflanzen: 15-15-15 ausgewogener Dünger monatlich
  • Etablierte Pflanzen: 8-2-12+4Mg Palmen Spezial vierteljährlich
  • Langsam freisetzend: 8-Monats-Formulierung akzeptabel
  • Geringere Ansprüche als die meisten Palmen

Mikronährstoffmanagement

  • Magnesium: Wichtig für die Blaufärbung
  • Mangan: Verhindert krauses Haar
  • Eisen: Selten Mangel
  • Bor: Kleine Mengen vorteilhaft

Wassermanagement

Bewässerungsanforderungen

NIEDRIGER Wasserbedarf:
  • Etablierung: Regelmäßiges Gießen im ersten Jahr
  • Ausgewachsene Pflanzen: Nach der Etablierung dürreresistent
  • Häufigkeit: Wöchentlich bis monatlich, je nach Klima
  • Tiefes Gießen: Besser als häufiges, oberflächliches Gießen

Dürretoleranz

  • Hoch: Übersteht längere Trockenperioden
  • Anpassungen: Tiefe Wurzeln, Wachsbeschichtung, Blattfaltung
  • Erholung: Schnell mit Wiederaufnahme der Wasseraufnahme

Wasserqualität

  • Toleranz: Akzeptiert Wasser von schlechter Qualität
  • Salzgehalt: Mäßige Salztoleranz
  • pH-Bereich: 6,0–8,5 akzeptabel

5. Krankheiten und Schädlinge

Häufige Probleme

MINIMALE Probleme:
  • Überwässerung: Wurzelfäule in schweren Böden
  • Nährstoffmangel: Selten, außer in sehr armen Böden
  • Transplantationsschock: Minimal im Vergleich zu anderen Arten
  • Sonnenbrand: Nur bei großer Hitze ohne Wasser

Krankheitsidentifizierung

Pilzerkrankungen (seltener als bei anderen Ravenea-Arten)

  • Blattfleckenkrankheit: Verschiedene Pilze bei Feuchtigkeit
  • Wurzelfäule: Phytophthora in staunassen Böden
  • Knospenfäule: Selten, tritt bei beschädigten Kronen auf

Behandlung: Im Allgemeinen krankheitsresistent; Verbesserung der Kulturbedingungen

Schädlingsidentifizierung

Gelegentliche Schädlinge

  • Palmrüssler: Potenzielle Bedrohung in Endemiegebieten
  • Schildläuse: Bei Trockenheit kaum ein Problem
  • Spinnmilben: Während heißer, trockener Perioden

Kontrolle: Minimale Schädlingsprobleme; punktuelle Behandlung bei Bedarf

6. Palmenanbau im Innenbereich

Spezifische Pflege im Innenbereich

Herausforderungen

  • Benötigt sehr helles Licht oder Ergänzung
  • Kann in Innenräumen die blaue Färbung verlieren
  • Benötigt große Behälter für Pfahlwurzel
  • Vorteile von Sommern im Freien

Containeranforderungen

  • Extra tiefe Töpfe sind unerlässlich (60 cm+ für Erwachsene)
  • Hervorragende Drainage entscheidend
  • Schwere Behälter für Stabilität
  • Alle 3-5 Jahre umtopfen

Überwintern von Zimmerpalmen

  • Temperatur: Verträgt kühle Räume (mindestens 10 °C)
  • Bewässerung: Minimal – monatlich oder weniger
  • Düngung: Im Winter keine
  • Licht: Maximal verfügbar
  • Luftfeuchtigkeit: Verträgt trockene Raumluft besser als die meisten Palmen

7. Landschafts- und Freilandanbau

Designanwendungen

  • Xeriscape-Gärten: Ausgezeichnete dürretolerante Palme
  • Musterbepflanzung: Auffälliges blaues Laub als Blickfang
  • Alleebepflanzung: Formschönes Erscheinungsbild ideal für Zufahrten
  • Küstengärten: Salztoleranz von Vorteil
  • Mediterrane Gärten: Perfekt auf das Klima abgestimmt
  • Zeitgenössische Landschaften: Blaue Farbe ergänzt modernes Design

Standortauswahl

  • Volle Sonneneinstrahlung für beste Farbe
  • Gut durchlässiger Standort unerlässlich
  • Windbelastung toleriert
  • Lassen Sie Platz für eine Kronenausbreitung von 4–5 Metern
  • Berücksichtigen Sie eine maximale Höhe von 20 Metern

8. Anbaustrategien für kaltes Klima

Bewertung der Kälteresistenz

Ravenea glauca - Distinctive Features 1.7m Human 10-20m R. glauca Blue-gray (glaucous) Swollen base Ring scars Typical palm (green leaves)

Winterschutzsysteme

Minimaler Schutz erforderlich:
  • Zone 9b: Gelegentliche Frostschutzmittel
  • Zone 9a: Stamm bei Kälteeinbrüchen einwickeln
  • Zone 8b: Massiver Schutz oder Containerkultur

Schutzmethoden:

  • Frostdecken bei Kältewarnungen
  • Um die Basis herum reichlich Mulch anbringen
  • Anti-Austrocknungssprays
  • Weihnachtsbeleuchtung für sanfte Wärme

Spezifikationen der Winterhärtezonen

  • Zonen 10–12: Kein Schutz erforderlich
  • Zone 9b: Gedeihen mit minimaler Pflege
  • Zone 9a: Regelmäßige Kultivierung mit gelegentlichem Schutz
  • Zone 8b: Marginal, erfordert speziellen Schutz
  • Zone 8a und darunter: Nur Containerkultur

Etablierung und Pflege in Landschaften

Pflanztechniken für den Erfolg

Standortvorbereitung:
  • Drainagetest: Entscheidend für den Erfolg
  • Bodenverbesserung: Minimal erforderlich
  • Lochgröße: 2x Wurzelballenbreite
  • Kiesschicht: Für schwere Böden
Pflanzvorgang:
  • Zeitpunkt: Frühling bis Herbst akzeptabel
  • Wurzelstörung: Für beste Ergebnisse minimieren
  • Pflanztiefe: Wie Baumschulniveau
  • Verfüllung: Angeborener Boden akzeptabel
  • Erstes Gießen: Ausgiebig einweichen
  • Mulchen: 10 cm Schicht vorteilhaft
  • Abstecken: Normalerweise nicht erforderlich

Langfristige Wartungspläne

Life Cycle - Fast Growing Palm 0 2 8 12 50 150 Germination 0-3 months RAPID! Seedling 3 months-2 years Blue color develops Juvenile 2-8 years Trunk formation Reproductive 12+ years Regular flowering Longevity 100-150 years estimated
  • Trockenheitsresistent
  • Selbstreinigender Kofferraum
  • Schädlingsresistent
  • Krankheitsresistent

Abschließende Zusammenfassung

Ravenea glauca ist die anpassungsfähigste und widerstandsfähigste Pflanze ihrer Gattung. Sie vereint auffälliges blaugraues Laub mit außergewöhnlicher Toleranz gegenüber Trockenheit, Kälte und unterschiedlichen Bodenbedingungen. Diese aus Madagaskar stammende Pflanze hat den Übergang von Hochlandhabitaten zu weltweitem Anbau erfolgreich geschafft und gedeiht in mediterranen, subtropischen und sogar gemäßigten Klimazonen.

Die bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit der Art beruht auf ihrer Entwicklung im anspruchsvollen Hochland Madagaskars. Sie entwickelte tiefe Pfahlwurzeln, um Dürreperioden zu überstehen, wachsartige Beschichtungen zur Wasserspeicherung und eine für Madagaskarpalmen ungewöhnliche Kältetoleranz. Sie übersteht kurzzeitig Temperaturen von bis zu -4 °C und längere Dürreperioden und ist daher ohne Schutz für die USDA-Zonen 9b-12 und mit minimaler Pflege für Zone 9a geeignet.

Zu den wichtigsten Vorteilen zählen die im Vergleich zu anderen Ravenea-Arten schnelle Keimung (4–12 Wochen), die Verträglichkeit von voller Sonne ab Keimlingsstadium und die für diese Gattung ungewöhnliche Verträglichkeit alkalischer Böden (pH-Wert bis 8,0). Die Palme benötigt nach dem Anwachsen nur minimale Düngung und zeigt eine bemerkenswerte Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten. Ihr selbstreinigender Stamm und ihre Trockenheitstoleranz machen sie in geeigneten Klimazonen außergewöhnlich pflegeleicht.

Das charakteristische blaugraue Laub, das durch volle Sonneneinstrahlung noch besser zur Geltung kommt, verleiht der Landschaft einen einzigartigen ästhetischen Wert. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Xeriscape-Gärten bis hin zu formalen Alleebepflanzungen, wobei die architektonische Form und Färbung der Palme sowohl traditionelle als auch moderne Designs ergänzt. Der Anbau in Containern ist möglich, aber aufgrund des hohen Lichtbedarfs und der tiefen Pfahlwurzelentwicklung eine Herausforderung.

Für die nachhaltige Landschaftsgestaltung in wasserarmen Regionen stellt R. glauca eine attraktive Alternative zu anspruchsvolleren Palmenarten dar. Ihre Kombination aus Zierwert, Umweltverträglichkeit und minimalem Pflegeaufwand hat sie zu einer der erfolgreichsten Ravenea-Arten in der Kultivierung gemacht.

✅ ERFOLGSGESCHICHTE IM ANBAU:

Im Gegensatz zu vielen seltenen Palmen Madagaskars ist Ravenea glauca ein wahrer Gartenerfolg. Sie benötigt lediglich gut durchlässigen Boden, volle Sonne für optimale Farbgebung und Geduld beim Anwachsen. Einmal etabliert, wächst diese bemerkenswerte Palme jahrzehntelang problemlos und entfaltet ihr volles Potenzial als eine der gartenwürdigsten Palmenarten Madagaskars.

Temperature 40°C 28°C 18°C 0°C 0-40°C Wide tolerance!
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